Opale

Die Aborigines, Australiens Ureinwohner glaubten, Sie hätten den Opal mit dem Geheimnis des Feuers von ihrem Gott Muda erhalten. Regenbogenstückchen fielen zur Erde und verwandelten sich in Opale.

Der Name Opal stammt wohl vom griechischen Wort „opallios“ ab, das mit „Farbwechsel“ übersetzt wird. Als Edelstein, der Phantasie und Lebensmut steigert und vor Angst und Depressionen schützt, gilt er schon seit der Antike.

Der Opal verdankt sein faszinierendes, schillerndes Glitzern mikrofeinen Wassertröpfchen, die in das Gestein direkt unter der Oberfläche eingeschlossen wurden. Durch das Brechen und Beugen des Lichts (Interferenz) kommt dieses besondere Licht- und Farbenspiel zustande, welches man opalisieren nennt. Je nach Richtungsänderung des Edelsteins entsteht so vor unseren Augen ein einzigartiges Feuerwerk von Rosa, Gelb, Orange, Lila, Grün, Violett, Rot und tausenden Nuancen, die geboren werden, um mit jeder Bewegung des Opals wieder zu vergehen.

Der Opal ist ein amorphes Gestein, d.h. ihm ist keine typische Gestalt zuzuordnen. Entstanden ist er sekundär. Er wurde nicht durch das Magma gebildet wie zum Beispiel Bergkristall. Opale bildeten sich in Flachmeerablagerungen durch Gerinnung. Edelopalvorkommen sind besonders in Australien häufig. Grosse Vorkommen gibt es im artesischen Becken, einem früheren Binnenmeer. In der Kreidezeit sind dort Schlammmassen und Mergel zu Sedimenten ausgehärtet. In diesen bildete sich unter anderem auch Opalgestein. Schmuck Opale haben einen Wasseranteil von 2-9%, der sich mit der Zeit bei unsachgemässer Behandlung leicht reduzieren kann.

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Pflege

Opale sollten wegen der Restfeuchte keiner langandauernden Erwärmung wie z.B. durch direkte Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Ein paar Stunden machen jedenfalls nichts. Vermeiden Sie plötzliche Temperatursprünge wie zum Beispiel Hände waschen im heissem / kalten Wasser. Auch ist der Opal fast wie jeder Stein, gegen Lösungsmittel, Säuren und Laugen nicht unempfindlich. Diese greifen die Oberfläche und bei feinsten Rissen auch das innere des Opals an. Der Opal kann dadurch an Brillanz und Opalisieren verlieren. Säuren, Laugen und Lösungsmittel finden sich im Make-Up, in Parfüm, in Haarspray, in Seife und im Hautschweiss.

Es empfiehlt sich, den Opal ab und zu mit klarem lauwarmem Wasser ab zu bürsten um einem Ermatten vorzubeugen. Bei stark verunreinigtem Schmuck kann man ein mildes Spülmittel zugeben, sollte dann aber mit klarem Wasser nachspülen und mit weichem Tuch abtrocknen.

Am wohlsten fühlt sich der Opal wenn er getragen wird. Er erhält dadurch ständig etwas Hautfeuchtigkeit und Hautfett.